• Hermann Kruse

Vom Roland ins Auetal - 145 km an 2 Tagen

Vom Roland ins Auetal - 145 km an 2 Tagen

Covid 19 verhinderte unsere geplante mehrtägige Reise im Frühjahr. Nichts desto trotz verfolgten wir in der Gruppe der Auetal-Radler den Plan, in diesem Jahr noch eine etwas längere Ausfahrt durchzuführen. Unter Berücksichtigung von Coronabedingungen und -einschränkungen war eine Tour von Bremen zurück ins Auetal vorgesehen.

Am Tag nach dem Halbfinaleinzug unserer 1. Fußball-Herren, dem fast alle Auetal-Radler beiwohnten, ging es los. Zehn Auetal-Radler starteten mit der Bahn und einer halbstündigen Verspätung von Buchholz nach Bremen. Die Bremer Innenstadt mit den bekannten Sehenswürdigkeiten, Roland, Stadtmusikanten und Hirt mit Schweinen wurden angefahren und das weniger bekannte „Bremer Loch“ „gestopft“. Wir fuhren durch den Bürgerpark in Richtung Stadtwald und frühstückten dort ausgiebig in einem sehr schön gelegenen Lokal.

Entlang der kleinen Wümme fuhren wir bis zur Mündung in die Wümme bei Dammsiel. Weiter ging es mit unseren Fahrrädern flussaufwärts zunächst dem südlichen Wümmeradweg folgend nach Rotenburg (Wümme). Über Lilienthal, durch die Borgfelder Wümmewiesen, durch Fischerhude, Hellwege und Ahausen kamen wir am Abend nach rund 70 km in Rotenburg an. Den Tagesabschluss bildeten ein gemeinsames Abendessen und ein sportlicher Rückblick.

Der 2. Tag sollte uns dann wieder zurück nach Hause bringen. 75 km lagen vor uns und verliefen zunächst auf der nördlichen Variante des Wümmeradweges bis Fintel. Bis dahin hatten wir Scheeßel hinter uns gelassen und in Lauenbrück eine (unerwartet lange) Pause eingelegt (Anmerkung: es gab Hochzeitssuppe und Pudding, auf den angepriesenen Schweinebraten mit Rotkohl mussten wir aus zeitlichen Gründen leider verzichten). Dem Lüneburger Heide Radweg folgten wir bis Handeloh. Über Wörme, Holm und Dierkshausen erreichten wir Hanstedt und hatten bis dahin schon einige Steigungen zu bewältigen. Und weitere folgten dann noch und forderten insbesondere unseren Mitstreiter ohne elektrische Unterstützung. Die letzte Etappe führte uns raus aus Hanstedt zur sehenswerten Holzbrücke über die Schmale Aue, den Hansenbarg hinauf und weiter über Quarrendorf nach Brackel. Es folgte schließlich der finale Abschnitt von Brackel über den Hochholzberg mit seinen 83 Metern hinweg, unter der A7 hindurch nach Toppenstedt, unserem Ziel.

Das Schöne kann so nahe sein. Unsere 2-Tagestour, und das sei noch erwähnt, bei bestem Radlerwetter, war eine runde Sache. Es gab keine Ausfälle zu beklagen, weder technische noch persönliche. Mit vollen Akkus und guter Laune eignet sich diese Tour durchaus zur Nachahmung.


Ein Bericht von Wolfgang Schlodinski















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