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Saisonfazit Handball-Herren

Ihr habt in den letzten Monaten einige Spielberichte lesen können. Nun wird es Zeit für ein konsolidiertes Fazit der ersten Saison nach dem Re-Start der Handball Herren des TSV Auetal.

Mit effektiv 18 Spielern starteten wir in die Saison, davon 11 Spieler aus der ehemaligen A-Jugend plus 7 erfahrenere Rückkehrer. Besonders zu erwähnen ist, dass 9 Spieler auch in dieser Saison noch in der A-Jugend spielberechtigt gewesen wären. Das Durchschnittsalter des Kaders betrug somit 22 Jahre. Leider fiel einer unserer beiden Torhüter die gesamte Saison wegen wiederholter Knieverletzungen aus, so dass wir unseren Oldie Berti (57) reaktivieren mussten. Vielen Dank für deine Unterstützung. Auch Rainer und Peter halfen sporadisch im Tor aus, Peter mit stolzen 72 Jahren sogar regelmäßig im Training.

Wir starteten in der Regionsklasse 1, somit in der 9. Liga. Wir mussten jedoch schnell feststellen, dass sich in den Reihen unserer Konkurrenten einige hochkarätige Spieler zu finden waren, die in der letzten Saison noch regelmäßig Oberliga, Verbandsliga oder Landesliga gespielt hatten. Ein sportlich anspruchsvolles, aber auch für die Entwicklung der jungen Mannschaft ideales Umfeld. Der Schwerpunkt der Saison lag somit nicht in unmittelbarem sportlichen Erfolg, sondern insbesondere in der Entwicklung der Spielidee und Weiterentwicklung der individuellen und mannschaftlichen Fähigkeiten. Der erreichte Tabellenplatz 9 mit 10:26 Punkten ist somit nachrangig für das Fazit.

An dieser Stelle muss der Mannschaft ein großes Kompliment gemacht werden. Die Trainingsbeteiligung und die Disziplin während der Einheiten war über weite Strecken der Saison hoch. Dies half enorm, um eine strukturierte Weiterentwicklung mit dezidiert geplanten Trainingseinheiten zu ermöglichen. Der Schwerpunkt in der Trainingsarbeit lag zunächst darin, eine wettbewerbsfähige 6:0 Deckung zu implementieren, die durch mannschaftliche Geschlossenheit das eine oder andere individuelle, körperliche oder taktische Defizit auszugleichen. Im weiteren Verlauf wurde ein Schwerpunkt auf das Umschaltspiel gelegt, denn wenn diese Mannschaft eine Stärke hat, dann liegt diese sicher im Tempospiel. Weiterhin wurden mehr Lösungen für das Positionsspiel im Angriff gegen verschiedene Abwehrformationen erarbeitet, da die Mannschaft nicht über die im Handball häufig anzutreffenden Rückraumschützen im klassischen Sinn verfügt. Insofern wurden verschiedene Auslösehandlungen sowie Spielzüge einstudiert, die den Fähigkeiten der Mannschaft entsprechen. In der zweiten Saisonhälfte wurde ebenfalls damit begonnen, eine offensivere Abwehrvariante als Alternative der 6:0 anzuwenden. Als Trainingsweltmeister dürfen wir Laines küren, der seit Juli an 43 Trainingseinheiten teilnahm und damit eine Quote von 93% erreicht.

In den ersten Saisonspielen wurde deutlich, dass insbesondere die jungen Spieler sich an ein physischeres Handballspiel anpassen mussten, als sie es bisher gewohnt waren. Diese Herausforderung nahm die Mannschaft nach und nach an, ließ sich durch Körperlichkeit der gegnerischen Mannschaft weniger einschüchtern und agierte auch in der Abwehr nicht mehr so zurückhaltend wie am Anfang der Saison. Am Ende der Saison haben wir letzendlich sowohl die zweitmeisten roten Karten als auch die zweitmeisten Zeitstrafen pro Spiel kassiert. Dies ist weniger einer übertriebenen Härte als vielmehr einem teilweise noch ungeschickten Zweikampfverhalten zuzuschreiben. Daran werden wir in der Sommerpause noch weiter arbeiten.

Trotz eines Mangels an Erfahrung gab es nur zwei Spiele, in der wir mit der Leistung der Mannschaft nicht zufrieden sein können. Über das Auswärtsspiel gegen den Vizemeister aus Eyendorf hüllen wir den Mantel des Schweigens und auch das Auswärtsspiel gegen die Oldies aus Lüneburg war keine Glanzleistung.

Die Höhepunkte der Saison waren sicher der erste Sieg in Scharnebeck, aber auch die beiden Kantersiege gegen Elbmarsch sowie die furiosen Aufholjagden zu den Unentschieden gegen Adendorf und Uelzen zum Ende der Saison.

Als eine Schwäche in dieser Saison muss anerkannt werden, lediglich 382 Tore in 17 Spielen erzielt zu haben. Positiv hingegen ist die weite Verteilung unserer Torschützen: (Henrik (70), Janne (40), Roman (38), Finn (35), Christof (35), Felix (26), Laines (24), Kilian (22), Fynn (20), Dustin (16), Lennart (16), Fabi (15), Philipp (8), Benny (8), Connor (3), Julian (2), Mika (2) und Andre mit 2 7m-Toren. Lediglich Andre stand in allen 17 Spielen auf dem Platz, da unser Kader so breit besetzt war, dass in einigen Spielen auch "topfitte" Spieler aufgrund der Begrenzung auf 14 Spieler aussetzen mussten.

Für die nächste Saison wird sich der Spielerkader aufgrund beruflicher Ortswechsel etwas verändern, umso mehr drücken wir unseren aktuell verletzten Spielern Fabi und Hannes die Daumen, dass eine vollständige Genesung eintritt. Die Chancen auf einen oder zwei Neuzugänge besteht ebenfalls. Wir halten euch dazu auf dem Laufenden.

In der Sommerpause wird nun der Schwerpunkt auf eine taktische Neuausrichtung gelegt, um den einen oder anderen Gegner in der nächsten Saison zu überraschen. Da die beiden Top-Mannschaften, Meister Bardowick und Vizemeister Eyendorf aufgestiegen sind, können wir in der nächsten Saison ambitionierter ans Werk gehen. Um dies zu erreichen, werden wir auch noch Trainingsspiele im Sommer vereinbaren. Wir werden darüber informieren und freuen uns natürlich auch über Unterstützung von der Tribüne. Und somit zum Schlusswort:

Wirklich herausragend war der Support in der Auetalhalle. Es macht unheimlich Spaß, unserem Handballsport nachzukommen, wenn auch eine entsprechende Atmosphäre in der Halle herrscht. Vielen Dank an unsere Damen, an unsere Jugendspieler, an die vielen Auetaler Fußballer, den Anhang unserer Spieler und sonstige Unterstützer, die uns tatkräftig angefeuert haben. Bitte haltet uns auch in der kommenden Saison die Treue, wir werden unser bestes geben, um Euch spannenden und attraktiven Handballsport zu zeigen. Mitte September startet die Saison, wir zählen auf Euch!


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