• Hermann Kruse

Gut gespielt, aber verloren.

Für das Spiel gegen den MTV Ramelsloh hatte sich unsere Mannschaft viel vorgenommen. Nach dem enttäuschenden Match gegen den TSV Elstorf II sollte unbedingt ein Sieg her. Frau Röhlke vom WA hat einen sehr treffenden und schönen Bericht in der heutigen Ausgabe veröffentlicht:

Auf der Titelseite war zu lesen: Lob für Auetal, aber Sieg für MTV.

Kreisliga Aufsteiger TSV Auetal zeigte erneut ein gutes Spiel, ging gegen den MTV Ramelsloh auch mit 1:0 in Führung. Am Ende verlor der TSV, für den in dieser Szene Milo Kasparek (Schwarzes Trikot) im Tiefflug gegen Marwin Gnadt klärte, aber mit 1:3.


Auetal bietet Ramelsloh Paroli, kann nach dem Abpfiff aber nichts Zählbares vorweisen.

Einen guten Start erwischte der TSV Auetal in der Fußball-Kreisliga-Begegnung gegen den MTV Ramelsloh auf dem Toppenstedter Rötenbrook. Am Ende gingen aber alle drei Punkte an die Gäste, die sich - punktgleich mit dem FC Este 2012 - an die Tabellenspitze geschlichen haben.

Entsprechend genervt reagierte Auetals Trainer Jan Schmidt nach der Begegnung auf die Glückwünsche zu einem "eigentlich guten Spiel" seiner Elf: "Da kann ich mir nichts für kaufen. Ein Unentschieden wäre sicher drin, vielleicht auch verdient gewesen. Schade, dass sich meine Jungs für ihre gute Arbeit nicht belohnen."

Dabei gehörte die erste Spielhälfte fast komplett dem TSV: Frühes Pressing hinderte Ramelsloh - mit einem mangels Alternativen doch aufgestellten Marvin Gnadt im Sturmzentrum - an einem gepflegten Spielaufbau. Lang geschlagene Bälle der Gäste aus der Abwehr fanden selten Abnehmer. In der Defensive stand Ramelsloh zu weit vom Gegner weg, überließ den Auetalern zu viel Raum und Ballbesitz.

Bjarne Raßmann war Nutznießer, als er nach einer Viertelstunde aus 20 Metern in Höhe der linken Strafraumgrenze einen Freistoß über die Mauer schön in die lange Ecke schlenzte. "Wir hätten den Vorsprung konsequenter ausbauen müssen", haderte Schmidt mit den Chancen seiner schnellen Leute. MTV-Keeper Leif-Erik Andresen war aber jeweils schneller als die Auetaler Angreifer.

Dann eine Schrecksekunde: In der 25. Minute prallten Auetals Schlussmann Carl Schenzel und Ramelslohs Fabian Schulz böse zusammen. Schenzel blieb zunächst regungslos liegen, seine Teamkollegen und der Schiri reagierten geistesgegenwärtig und holten die Physios auf den Platz. Schenzel war dann nach wenigen Sekunden wieder voll da, konnte weiterspielen und zeigte im späteren Verlauf noch ein paar wichtige Paraden.

Quasi mit dem Pausenpfiff kreuzten sich die Wege von Raßmann und dem Unparteiischen unglücklich, Ramelsloh schlug den Ball nach vorne, und Maurice Heissig machte den Ausgleich. Eingefügt von mir: - Hätte der Schiedsrichter den Ball berührt, dann wäre das Spiel unterbunden worden. Großes Pech und Glück für Ramelsloh -. "Psychologisch wertvoll", kommentierte MTV-Coach Lars henk, der den MTV in der Pause noch einmal auf Kampf einschwörte. zudem beorderte er Maurice Heissig in der eigenen Hälfte zum "Personenschützer" von Raßmann. Beides wirkte: Ramelsloh war nun bissiger, kam über einen Ballverlust des TSV in der Vorwärtsbewegung an die Kugel und machte durch Christian Lantz das 2:1 (56).

Chancen gab es im Anschluss auf beiden Seiten. erst in der Nachspielzeit, als Auetal komplett aufmachte und für die Standards Keeper Schenzel mit in den Angriff beorderte, kam Ramelsloh zum dritten Treffer; Mark Peters hatte in der 96. Minute keine Mühe, ins leere Tor zu treffen. "Wir müssen unsere Chancen kaltschnäuziger abschließen", forderte Schmidt nach der Partie. Henk meinte, dass sein Team über den Kampf ins Spiel gefunden habe; "Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, das aber auch 4:4 hätte ausgehen können. Auetal wollte einiges zu spielerisch lösen. Meine Jungs haben am Ende alles aus sich herausgeholt.


Hier noch einige Bilder, aufgenommen von Frau Röhlke.

Bjarne Raßmann springt fair über den Torwart.

Michel Kaiser setzt sich im Zweikampf durch.



Trainer Jan Schmidt beim Spielerwechsel.







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