NFV-Fußballverband tut sich schwer, wie es im Fußball weitergeht

Aktualisiert: Aug 2

Ein Bericht von Hermann Kruse:


Der Verband kann sich nicht zu einem Abbruch der Serie 2019/2020 durchringen. Die Mehrheit der Vereine hatte sich bei einer Umfrage klar für einen Abbruch ausgesprochen. Jetzt einigte man sich erstmal auf 4 Varianten wie es weitergehen soll bzw. könnte. Zumindest soll bis zum 27. Juni 2020 eine endgültige Entscheidung auf einem Verbandstag beschlossen werden. Der Schleswig/Holsteiner Fußballverband hat sich bereits für die Variante 2 entschieden.


Der Bericht von der NFV-Homepage:


NFV-VERBANDSVORSTAND VERSTÄNDIGT SICH AUF VIER VARIANTEN Der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat sich auf seiner heute Abend abgehaltenen Sitzung mit den von der Arbeitsgruppe erstellten Varianten zum weiteren Umgang mit der aktuell aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 auseinandergesetzt. In der von NFV-Präsident Günter Distelrath geleiteten Videokonferenz verständigten sich die NFV-Präsidiumsmitglieder und die Vorsitzenden der 33 niedersächsischen Fußballkreise auf vier Varianten. Diese sind das Ergebnis der Bündelung von zahlreichen Vorschlägen, die den NFV in den vergangenen Wochen mittelbar und unmittelbar erreicht haben. Die Varianten im Einzelnen: Variante eins: Saisonabbruch 2019/20 mit Auf- und Abstieg nach Quotienten-Regelung (Der Quotient ist das Ergebnis der erreichten Punkte geteilt durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele) Variante zwei: Saisonabbruch nach Quotienten-Regelung mit Aufstieg, aber ohne Abstieg. Variante drei: Saisonabbruch durch Annullierung (Kein Auf- und Abstieg) Variante vier: Fortsetzung des Spieljahres 19/20 Im Übrigen wird zur Regelung des Jugendspielbetriebes ein eigener Antrag des Verbandsjugendausschusses erwartet. Dieser ist für den 20. Mai avisiert. Über die Varianten, deren Inhalte ausführlicher auf der NFV-Homepage (www.nfv.de) einzusehen sind, wird auf einem außerordentlichen Verbandstag zu beschließen sein. „Aufgrund der Dringlichkeit haben wir uns dafür entschieden, die in der Satzung vorgesehene Antrags- und Ladungsfrist von zehn Wochen zu verkürzen. Der 27. Juni ist das Datum, bis zu dem wir den Verbandstag spätestens durchgeführt haben wollen“, erklärte Günter Distelrath. Darüber hinaus einigte sich der Verbandsvorstand darauf, die vier Varianten seinen Vereinen vorzustellen, um sich mit den Klubvertretern zu den Varianten auszutauschen. Hierfür werden am 16. Mai je ein gemeinsames Webinar (via Internet stattfindende Seminare) für die Bezirke Hannover/ Braunschweig und Weser-Ems/Lüneburg abgehalten. „Im Kontext der am 6. Mai von der Bundesregierung verkündeten weiteren Reduzierungen der Corona-Beschränkungen und insbesondere mit Blick auf die durch die Landesregierung für den Sport in Niedersachsen geltenden Lockerungen (Trainingsbetrieb unter Beachtung der Distanz- und Hygienevorschriften) halten wir diesen Schritt für sinnvoll und notwendig“, erklärte Distelrath. Auf der Homepage des Schleswig/Holsteinischen Verbandes war folgendes zu lesen: Der nördlichste deutsche Fußballverband hat eine Entscheidung über die Abschlusstabellen gefällt. Der Abbruch der Saison steht dort schon seit zwei Wochen fest. Ist dies auch eine Lösung für den Amateurfußball in Niedersachsen? Im Nordwesten Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat auf einer Präsidiumssitzung am gestrigen Samstag entschieden, dass die Abschlusstabellen der Saison 2019/2020 nach der Quotientenregelung berechnet werden. Der SHFV hatte am 27. April bekannt gegeben, dass die unterbrochene Saison mit sofortiger Wirkung beendet wird. Was bedeutet die Quotientenregel im Fußball? Die Quotientenregel sagt aus, dass der Tabellenstand der Abschlusstabelle aufgrund der erzielten Punkte geteilt durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele berechnet wird. Staffelsieger ist in den einzelnen Spielklassen dann jeweils die Mannschaft, die auf die meisten erzielten Punkte pro ausgetragenen Spiel kommt. Um einen Aufstiegsplatz belegen zu können, muss eine Mannschaft aber mindestens 50 Prozent der durchschnittlich absolvierten Spiele der Staffel gespielt haben. Einen Abstieg aus den Ligen wird es nicht geben. Ausgenommen davon sind Mannschaften, die während der Saison von ihren Vereinen vom Spielbetrieb zurückgezogen wurden. Alle Staffelsieger und Tabellenzweiten nach der Quotientenregelung steigen die nächst höhere Spielklasse auf. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts innerhalb der betroffenen Staffel.

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